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Mitgliederversammlung und zehn Jahre „Chance auf Leben e.V.“

Zur Mitgliederversammlung und zum zehnjährigen Bestehen hatte der Vorstand Mitglieder und Gäste in das Gemeindehaus Holsten eingeladen. Insbesondere wurden Gäste von Organisationen aus Dänemark begrüßt, die in den vergangenen Jahren mit dem Verein zusammengearbeitet haben. Knud Lokkegaard von Lions International und Peder Pederson, Arne Jacobsen und Ingelise Kragelung vom Freundschaftverein Egtved–Gomel waren extra für die Veranstaltung angereist.

Thomas Küpker begrüßt die Gäste der diesjährigen Mitgliederversammlung am 22.02.2019

Nach eineinhalb Jahren intensiver Vorbereitung und vier Monaten Bauzeit konnte das Sportplatz-Projekt bei der Schule Nr. 3 in Choiniki abgeschlossen werden, so Vorsitzender Thomas Küpker. Es entstand ein Multifunktionsgelände für Fußball, Basketball und Volleyball und ein Workout-Bereich. Die Kosten für die etwa 125.000 Euro teure Anlage wurden durch eine großzügige Spende von Bild hilft e. V. „Ein Herz für Kinder“, mitfinanziert.  Das Sportgelände liegt am Rande der Sperrzone in Choiniki und wurde nach der Tschernobyl-Katastrophe 1986 asphaltiert um die Strahlung des Bodens von den Kindern abzuhalten. Seitdem lief der Sportunterricht für die 800 Kinder unter schwierigen Bedingungen. Mit der Deutschlehrerin an der Schule Nr. 3 in Choiniki, Maria Dobrushevskaja, besteht seit 20 Jahren eine Freundschaft und dadurch eine Verbindung auch mit der Schule.

Im August 2018 konnte der neunte Hilfstransport mit 13 t (1089 Packstücke) starten.

Insgesamt wurden in den letzten sieben Jahren 114 t an Hilfsgütern mit 8953 Packstücken in das Gomeler Gebiet geliefert. Voraussichtlich im April 2019 soll der nächste Hilfstransport in Richtung Weißrussland gehen.

Unterstützung durch das Sozialprojekt des Vereins erhalten mit Hilfe einer Fachkraft hilfsbedürftige und in Not geratene Familien durch Betreuung und ärztliche Versorgung.

Hilfe bekamen auch die Institution „Vasilievka“, ein Heim für Behinderte und Veteranen in der Nähe von Gomel und das Dominic-Hope-House, ein Haus für junge Menschen mit Behinderung. Es wird seit Beginn der Vereinstätigkeit unterstützt. Gestartet von dem verstorbenen Iren Dominic O’Brien und fertiggestellt durch die irische Partnerorganisation „StudentAid Chermobyl“.

Kassierer Thomas Merting stellt die Zahlen des vergangenen Jahres vor

Kassierer Thomas Merting berichtete detailliert von den Ein- und Ausgaben des Vereins. Kassenprüfer waren Christan Otten und Christiane Leifeling.

Bei den Wahlen gab es keine Veränderungen. Johan Schmits, ist weiterhin stellvertretender Vorsitzender, Nastassia Küpker Schriftführerin, Egbert Kolkman, Alexander Stiben und Wolfgang Huesken, Beisitzer.

v.l.n.r.: Thomas Küpker, Vorsitzender, Nastassia Küpker, Schriftführerin, Egbert Kolkman, Beisitzer, Thomas Merting, Kassierer, Johan Schmits, stellv. Vorsitzender und Wolfgang Huesken, Beisitzer mit Knud Lokkegaard, Lions International aus Dänemark, Peder Pederson, Arne Jacobsen und Ingelise Kragelund vom Freudschaftsverein Egtved-Gomel aus Dänemark.
Foto: Josef Haubrich

Für weitere Hilfstransporte werden Textilien, Schuhe, Gehhilfen, Rollstühle, Windeln, Plüschtiere, Krankenhaus- und Säuglingsbetten, Pflegetische, Kinderwagen, Matratzen und Fahrräder gebraucht.

Dringend wird nach einem trockenen Lagerraum für sperrige Hilfsgüter in der Umgebung von Salzbergen gesucht.

Für das Sozialprojekt ist die Finanzierung einer zweiten Fachkraft nötig. Etwa 5.000 Euro werden für die Dachsanierung des Dominic-Hope-House benötigt. Die nächste Gruppenreise ins Gomeler Gebiet ist vom 10. bis zum 17.06.2019 geplant.

Ein Foto-Rückblick gab Eindrücke der vergangenen 10 Jahre wieder. Bei einem gemeinsamen Essen lebten die Erinnerungen, Erfahrungen und Erlebnisse wieder auf.

Vorsitzender Thomas Küpker bedankte sich bei den Mitgliedern, freiwilligen Helfern und bei den Unterstützern des Vereins „Chance auf Leben“.

Unsere Partner …

Seit Juni 2013 arbeiten wir mit der Hilfsorganisation „White Dove over Chernobyl“ zusammen. Die Organisation betreut mehr als 200 sozial schwache und durch Krankheit und Behinderung belastete Familien, wickelt Hilfstransporte ab und hat fünfzehn Jahre Erfahrung in der humanitären Arbeit im Gomeler Gebiet. Auch Kindererholungsaufenthalte wurden organisiert und durchgeführt.

Die guten Erfahrungen der letzten Jahre, insbesondere die unkomplizierte und harmonische Abwicklung von inzwischen fünf Hilfstranporten bestätigen uns in der Auffassung, den richtigen Partner gefunden zu haben. Direktorin und gute Seele der Organisation ist Viktoriya Yakuvleva.