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Sportplatz für unsere Kinder in Choiniki

Einen neuen Sportplatz für die Schule Nr.3 in Choiniki, das ist unser erklärtes Ziel im aktuellen Projekt. Kein Rasenplatz, der intensive Pflege erfordert, sondern ein Kunststoffplatz mit Mehrfachmarkierung, der es erlaubt unterschiedliche Sportarten auf einem Platz zu praktizieren. Also Fussball, Basketball und Volleyball. Wir wollen damit den Menschen helfen, die keine Alternative zu ihrem radioaktiv belasteten Lebensraum haben.

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Hoffnung und ein Stück weit Normalität für die Kinder in Choiniki

So etwa könnte man den Zweck beschreiben, den wir mit unserem Projekt erreichen wollen. Keine hochtrabenden Ziele, keine Herz zerreißenden Geschichten, einfach nur etwas mehr Normalität bringen.

Diese ist in Choiniki, der kleinen Kolchosenstadt mit etwa 30.000 Einwohner am Rande der verstrahlten Zone nicht selbstverständlich. Seit dreißig Jahren kämpfen die Bewohner mit den Folgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl. Seit dreißig Jahren gehören Krankheiten und Ängste zum Alltag.

Wir sind seit mehr als 20 Jahren mit dieser Stadt über die Kinderaktion der ev.-luth. Landeskirche verbunden. Viele Gastfamilien in der Grafschaft und dem Landkreis Emsland hatten bzw. haben Kontakte zu Familien in dieser Stadt. Unsere ersten persönlichen Kontakte mit den Bewohnern dieser Stadt liegen inzwischen 18 Jahre zurück.

Grundsätzliche Veränderungen in Bezug auf Krankheiten, Ängste und die vorherrschende Radioaktivität sind in diesem Gebiet auf lange Sicht nicht absehbar. Unser Projekt kann allerdings Hoffnung geben, es kann das normale Leben verbessern und für die Kinder einen Schritt zu mehr Normalität sein.

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Während der Gedenkfeiern zum 30ten Jahrestag der Tschernobyl-Katastrophe sahen wir viele Menschen mit Tränen in den Augen. Wir bekamen hautnah mit, wie tief diese Katastrophe sich in das Leben der Menschen eingegraben hat. Niemand spricht gerne darüber.

Choiniki ist für viele die Heimat; viele sind auch hierher umgesiedelt worden. Leben will hier kaum jemand. Ist da doch die ständige Angst vor Krankheiten; die ständige Angst im heißen Sommer vor Waldbränden. Diese schleudern die Radioaktivität in die Luft und verteilen sie über der Stadt. Der in unseren Gesprächen meist genannte Grund hier zu wohnen ist die mangelnde Alternative. Es gibt einfach keine Möglichkeit wegzuziehen!

Während dieser Reise wird uns klarer als zuvor, dass die Verbesserung der bestehenden Lebenssituation in dieser Stadt das einzige ist, was wir für die Menschen tun können.

Als wir uns intensiv mit dem Direktor der Schule Sergej Subok über das Projekt unterhalten haben, sagte er uns: „Wir suchen über zehn Jahre nach Möglichkeiten, diese Sportanlage zu entschärfen. Wir hatten viele Unfälle auf diesem Platz, teilweise mit schweren Verletzungen wie gebrochenen Knochen aber auch etliche Platzwunden. Das ist aber für uns nicht der einzige Grund diesen Platz neu gestalten zu wollen. Wir müssen sämtliche Sportwettbewerbe auf diesem Platz durchführen. In diesem Jahr z.B. verunfallte Veronika Machowets. Für dieses Mädchen hat der Feiertag in einem traumatischen Erlebnis geendet. Mit Wunden an beiden Händen und im Gesicht und gebrochenem Nasenbein. Wir wollen einfach auch mehr Sicherheit für unsere Kinder und Schutz vor diesen Erlebnissen!“.

Das war für uns ein neues Argument, einen schönen Tag nicht zu einem traumatischen Erlebnis werden lassen. Zehn Jahre lang haben die Verantwortlichen versucht das Geld bei den Behörden zu bekommen. Zehn Jahre lang gab es die gleiche Antwort.

Sergej fügte hinzu: „Insbesondere in den belasteten Gebieten ist es wichtig, seinen Körper gesund zu halten und durch Sport zu trainieren. Die Möglichkeiten sind dabei derzeit sehr begrenzt. Unser Sportplatz soll später offen sein für alle Gruppen, die Sport treiben wollen. Wir wollen die gesunde, sportliche Lebenweise durch diese neue Möglichkeit fördern!“, sagt Sergej Subok, den wir immer schon als verantwortungsvollen Direktor geschätzt haben. „Eine interessantere Gestaltung des Sportunterrichtes für die Kinder und Jugendlichen und auch die Möglichkeit, an heißen Tagen nicht in der stickigen Sporthalle unterrichten zu müssen sind weitere Gründe für diesen lang gehegten Wunsch. Wir sind beim Fördern unserer Schüler und deren Talente durch diese Zustände immer in der Zwickmühle zwischen der Sicherheit unserer Schüler und guten Unterricht zu entscheiden!“.

Fälle wie der von Veronika sind keine Einzelfälle. Auch Eremey Kotliarenko aus der 6b verletzte sich schwer auf dem Platz. Er zog sich einen komplizierten Bruch des linken Ellenbogengelenks zu. Wie schlimm diese Dinge für die Familien sind kann man nur erahnen. Wenn die ärztliche Versorgung  vergleichbar mit der unsrigen wäre könnte man sich entspannt zurücklehnen. Sie ist es aber leider nicht. Nicht selten müssen solche komplizierten Verletzungen in Gomel oder sogar in Minsk behandelt werden. Manchmal bleiben aufgrund der eingeschränkten Versorgung Langzeitschäden zurück.

Wir haben uns aus verschiedenen Gründen für dieses Projekt entschieden. Nur einige seien genannt.

Nicht nur wir alleine haben einen sehr persönlichen Bezug zu dem Ort Choiniki und der Schule Nr.3. Choiniki liegt sehr nahe an der verstrahlten Zone und für die Menschen gibt es keine Alternativen um aus der ungesunden Umgebung zu fliehen. Das heisst, man muss die Bedingungen dort ändern um das Leben lebenswerter zu machen. Die Schule Nr.3 hat bislang noch nicht viel von ausländischer Hilfe profitiert. Insbesondere in Choiniki wurden in den letzten Jahrzehnten oftmals die anderen Schulen intensiv unterstützt. Ein für uns ganz wichtiger Grund ist das lange Verhältnis zur Schule und zum Direktor Sergej Subok, dem wir zutrauen dieses Projekt professionell abzuwickeln und zu begleiten. Das ist eine absolute Voraussetzung für die Hilfeleistung vor Ort in Belarus.

Für dieses Projekt benötigen wir viele Spenden. Da es sich um ein Projekt für Kinder handelt, werden wir intensiv versuchen mit Schulen zusammen zu arbeiten. Wir hoffen einige Schulen zu finden, die unter dem Motto „Kinder für Kinder“ Sponsorenläufe machen. Die Hauptschule in  Emsbüren ist bereits mit gutem Beispiel vorangegangen. Die Schüler spendeten über den durchgeführten Sponsorenlauf bereits im Juni diesen Jahres 1300,00 Euro.

Unsere Bitte ist, sprecht Eure Bekannten an, die in den Schulen arbeiten. Erzählt von unserem Projekt und sagt uns, wann wir das Projekt in der Schule vorstellen dürfen. Das muss nicht heute oder morgen sein. Wir haben die Umsetzung des Projektes bis Ende 2018 geplant und hoffen, die etwa 45.000,00 Euro zusammen zu bekommen um einen Mehrfunktionenplatz zu bauen. Im zweiten Schritt ist die Erweiterung auf das Volleyball- und Basketballfeld vorgesehen.

Natürlich sind uns Privatspenden, Firmenspenden und jegliche Form der sonstigen Unterstützung sehr willkommen! Wir benötigen jeden Euro für dieses Projekt und freuen uns über jeden Betrag, Bitte helft uns dieses Projekt umzusetzen!

 

Sozialprojekt zur Unterstützung bedürftiger Familien

… Die Aufgaben der Sozialarbeiter sind vielfältig. An erster Stelle steht das Aufgreifen der Bedürfnisse der einzelnen Familien. Was brauchen sie am dringendsten? Sie halten den Kontakt zu den Familien, unterstützen sie im Alltag und passen stundenweise auf die Kinder auf, damit die Mütter etwas Freiraum bekommen, um am normalen Leben teilzunehmen. Bei der oftmals vorherrschenden 24-Stunden-Betreuung der Kinder ist der normale Einkauf für die Mütter schon ein lange zu planendes Ereignis. Für uns kaum vorstellbar.

Viele Mütter sind alleinerziehend, weil die Männer nach Geburt des behinderten Kindes sich aus dem Staub gemacht haben. Die Renten sind sehr niedrig. Es fehlt in diesen Familien an allem.

Geschichten wie die von Alexandra Wlasowa schockieren uns immer wieder. Das Mädchen wurde  gesund geboren, aber nach einem Monat bemerkte die Mutter, dass das Kind sich weniger bewegte. Nach umfangreichen Untersuchungen auf der Kinderstation und durch verschiedene Neurologen erfuhren die Eltern das erste mal von der Diagnose: Spinale Muskelatrophie. Diese Krankheit ist nicht heilbar und das Kind braucht ständige Pflege.

Die Ärzte waren hilflos, konnten oder hielten es nicht für nötig zu erklären, was das Kind mit dieser Krankheit braucht. Welche Medikamente, welche orthopädischen Hilfsmittel. Die Ärzte sagten nur, dass Alexandra mit dieser Diagnose schnell sterben werde, normalerweise vor Beendigung des ersten Lebensjahres.

Die Eltern informierten sich intensiv und lernten durch die Hilfe wohlwollender Menschen die notwendigen Fähigkeiten, um Alexandra weitestgehend selbst helfen zu können. Regelmäßige Atemübungen und auch Krankengymnastik führten dazu, dass sie im September ihren ersten Geburtstag feiern konnte.

Die Krankheit ist aber nicht geheilt und kann auch nicht geheilt werden. Viele Dinge werden in dieser Familie benötigt. Verschiedene Katheter u.a. für parenterale Ernährung, Ernährungspritzen, Trachealkompressen, Zubehör und Verbrauchsmaterial für das Beatmungsgerät, Windeln und spezielle Nahrungsmittel.  Außerdem braucht die Familie ein medizinisches Bett, einen Kinderwagen und vieles mehr. Das ist nur ein Beispiel von vielen.

Wir können weiter erzählen von Diana, 15 Jahre alt und an infantiler Zelebralparese erkrankt. Ihre Familie hat kein zusätzliches Einkommen außer die kleine Sozialhilfe für das Kind. Die Familie braucht aber außer den normalen Dingen zum Leben Medikamente und Windeln. Diana benötigt Massagen und Reha Sport. Undenkbar für diese Familie bei den finanziellen Verhältnissen.

Viele Beispiele könnten wir hier aufführen. Denis Kowalew, 9 Jahre alt aus Gomel oder Nikita Tscherniawsky, 14 Jahre aus dem Dorf Eremino. Wir kennen diese traurigen Geschichten aus eigener Erfahrung, weil wir die Familien vor einiger Zeit bereits persönlich besucht haben.

Das war vor zwei Jahren der Grund für uns, Patenschaften zu suchen, um einzelne besonders betroffene Familien zu unterstützen. Wir haben aber auch hier gemerkt, dass die Aktualität der Bedürfnisse in den individuellen Lebenssituationen in den Familien nicht über 2000 Kilometer Entfernung geregelt werden kann. Die Aktualität der übermittelten Informationen hält nicht stand mit der Entwicklung in den einzelnen Familien. Hier ist professionelle Arbeit vor Ort gefragt.

Wir erinnern uns an einen Besuchstag an dem wir vier Familien besuchen wollten. Sieben sind es dann geworden, weil die Wohnungen so nah beieinander lagen und wir sozusagen „auf dem Weg” kurz reingeschaut haben. Ab der vierten Familie waren wir nicht mehr imstande, die persönlichen Geschichten der einzelnen Familien aufzuschreiben. Soviel Schlechtes an einem einzelnen Tag kann man gedanklich einfach nicht verarbeiten.

Wir lernen immer mehr, wie wichtig gerade die unkomplizierte und schnelle Hilfe in den Familien ist. Deshalb haben wir unseren Partnern bereits seit einiger Zeit ein Budget für besonders schwierige Situationen zur Verfügung gestellt, über das sie frei verfügen können.

Gute Mitarbeiter, die für die Tätigkeiten in Frage kommen sind bereits ausgesucht. Auch ein Arzt ist bereits gefunden, der sich um die medizinischen Belange der Kinder und Familien kümmert. Langfristig ist geplant, das Projekt soweit auszubauen, dass wir für die Familien gleichzeitig drei Sozialarbeiter im Einsatz haben. Das Projekt wird bei „White Dove over Chernobyl” von den ehrenamtlichen Kräften geleitet, insbesondere von der Direktorin Viktoriya Jakovleva.

Neben den Kosten für die Arbeitskräfte fallen auch Kosten für die benötigten Medikamente und dringend benötigte Hilfsmittel an. Wir wissen, dass wir mit dieser Hilfe bei den Menschen ankommen, die diese Hilfe wirklich benötigen. Die Vergangenheit hat uns gezeigt, daß wir die richtigen Leute mit dem Herz am rechten Fleck vor Ort haben, die dieses Projekt jede Woche erneut zum Erfolg führen werden. Bitte helft uns bei der Umsetzung und Ausweitung dieses wichtigen Projektes!

Spenden dringend benötigt !

Wir haben dieses Projekt vorerst im kleinen Rahmen gestartet um mit planbaren, vorhandenen  Finanzmitteln für erste Hilfe zu sorgen. Wir wissen gleichzeitig, dass der jetzige Umfang nur ein Tropfen auf dem heißen Stein ist.

Für eine gute Versorgung der bedürftigen Familien benötigen wir mindestens die dreifache Anzahl an Sozialarbeitern. Da es sich hier um ein langfristiges Projekt handelt, welches nicht von einem Monat zum nächsten gestoppt werden kann, sind wir auf weitere monatliche Spender angewiesen um den Umfang zu erweitern und die so dringend benötigte Hilfe sicher zu stellen. Einmalspenden sind für die langfristige Planbarkeit in diesem Fall nicht ausreichend.

Wir bitten Euch deshalb eindringlich um eine monatliche Spende, die Euch nicht weh tut, aber den bedürftigen Familien sehr viel Entlastung im Alltag bringt. Besser einen kleinen Betrag, dafür aber langfristig gesichert. Davon lebt dieses Projekt.

Ihr könnt beim Spenden den Spendenzweck „Soziale Betreuung“ angeben, dann wird Eure Spende garantiert für dieses Projekt verwendet. Regelmäßige Spenden  sind auch über unser Online-Formular möglich! Die Auswahl des Spendenzwecks ist auch hier ohne Probleme möglich.

 

 

Stop für Tereshkovichi-Projekt beschlossen

Nach vielen Jahren intensiver Arbeit und ungezählten Arbeitsstunden, die in dieses Projekt geflossen sind hat der Vorstand am vierten Februar diesen Jahres nach Abwägung aller Rahmenbedingungen während der Vorstandssitzung die Beendigung des Projektes beschlossen.

Bild 1 - Tereshkovichi

Mit einem weinenden und einem lachenden Auge ist die Entscheidung zustande gekommen. Weinend, weil wir über die Jahre und insbesondere im letzten Jahr sehr viel Arbeit in dieses Projekt gesteckt haben und weil dieses Projekt unser ständiger Begleiter seit Gründung des Vereins war. Lachend, weil wir die begrenzten Zeitressourcen der Vorstandsmitglieder bald für andere gute Ideen nutzen können.

Bereits im letzten Jahr auf der Mitgliederversammlung stand die genaue Projektsumme fest: 300.000 € standen unter der erstmals umfassenden Kalkulation. Mit 65.000 € hatte das Projekt zusammen mit der irischen Organisation StudentAid Chernobyl vor 5 Jahren begonnen und war zu dem Zeitpunkt auch noch zu mehr als 60% finanziert.

Die Finanzkrise in Irland und die daraus resultierenden Veränderungen bei den beteiligten Personen haben damals dazu geführt, dass die Iren aus dem Projekt ausgestiegen sind. Der damalige Rückzug der Bank of Ireland aus der Finanzierung spielte natürlich auch eine große Rolle.

So haben wir seit diesen Veränderungen versucht,  dass Projekt alleine umzusetzen. Wir haben in diesen Jahren mit verschiedenen Partnerorganisationen zusammengearbeitet. Die Qualität der Kommunikation war dabei immer eine der entscheidenden Fragen für oder gegen eine weitere Zusammenarbeit. Immer wieder wurden wir vor die Frage gestellt, ob wir das Projekt weiterführen oder stoppen.

Im letzten Jahr wurde auf der Mitgliederversammlung beschlossen, die Arbeit am Projekt fortzuführen obwohl es viele Bedenken und offene Punkte gab. Entscheidender Grund war zu diesem Zeitpunkt, dass alle anstehenden Arbeiten reine Fleißarbeiten waren und kein Geld kosteten. Zu diesen Arbeiten zählte sowohl die Erstellung der Antragsunterlagen an die Stiftungen, als auch die eigentliche Stiftungsrecherche und die genaue Überprüfung und Zusammenfassung der vorliegenden Kalkulationen. Viele Fragestellungen mussten geklärt werden sowohl auf deutscher als auch auf belarussischer Seite.

Diese Arbeiten sind alle erledigt. Es liegen die Antragsunterlagen vor, die Kalkulation ist sauber und überprüft. Die Stiftungsrecherche hat stattgefunden aber leider nicht das Ergebnis gebracht, was man sich erhofft hatte. Die in Frage kommenden niederländischen Stiftungen arbeiten nur mit niederländischen Antragstellern zusammen. Bei den deutschen Stiftungen wurden nach einer Grobanalyse etwa 45 Stiftungen im Detail recherchiert. Auch hier waren leider keine wirklich passenden Kandidaten dabei, die in der Lage gewesen wären unser Projekt zu finanzieren.

Hier hätte man allerdings mit einer zweiten Recherche neue Ergebnisse bekommen können. An der Verbesserung der Kommunikation wurde im vergangenen Jahr intensiv gearbeitet. Seit Oktober letzten Jahres haben wir eine zusätzliche Ansprechpartnerin im Fond. Sie spricht deutsch und kennt unsere Projekte im Detail, weil sie uns als Dolmetscherin bei unseren vielen Reisen in den vergangenen Jahren begleitet hat.

Durch den ab dem Zeitpunkt besseren Austausch von Informationen ist uns allerdings sehr deutlich geworden, wie eingeschränkt die Ressourcen der handelnden Personen bei unserer Partnerorganisation sind. Die gesetzlichen Anforderungen an uns, Entscheidungen und Entscheidungswege in dem Projekt detailliert zu dokumentieren und für das Finanzamt nachvollziehbar darzustellen, schätzen wir als Vorstand auf Basis dieser neuen Informationen als derzeit unmöglich ein.

Bild 2 - Tereshkovichi

Aus unserer Sicht werden alle anderen Projekte und auch die Abwicklung unserer Hilfstransporte bei unserer Partnerorganisation ordentlich abgearbeitet. Wir wollen deshalb diese langjährige Zusammenarbeit nicht aufkündigen und nach neuen Partnern suchen, sondern die Projekte darauf begrenzen, was möglich und umsetzbar ist. Auch merken wir immer mal wieder, dass unsere Ressourcen manchmal an ihre Grenzen stoßen.

Wir werden uns zukünftig weiter auf unsere Hilfstransporte konzentrieren und kleinere, überschaubare Projekte anstoßen und umsetzen. Vorher ist für die Abwicklung des Projektes allerdings noch einiges an Arbeit notwendig.

Wir blicken voller Zuversicht auf die sich ergebenden Möglichkeiten, weil wir unsere Zeit in neue Ideen und Projekte investieren können.

Projekt „LISA“

Hilfeleistung für sehr bedürftige Familien ist die Hauptarbeit, mit der sich unsere Partnerorganisation „White Dove over Chernobyl“ beschäftigt.  Wir wollen gemeinsam mit unseren Partnern diese Hilfe ausbauen und auf eine breite Basis stellen.

Im Juni 2014 haben wir erstmals einige Familien besucht, die von unseren Partnern in Gomel betreut werden. Hierbei haben wir Einzelschicksale gesehen, die uns tief bewegt haben. Wir haben anschließend zusammen diskutiert, wie wir die Hilfe für diese Familien vertiefen bzw. ausweiten können.

LISA

In ärmlichen Verhältnissen in Wohnblocks wie diesen leben viele der unterstützten Familien

Entstanden ist daraus das Projekt „LISA“. Der Name Lisa ist der Name des Mädchens, welches wir in der ersten besuchten Familie getroffen haben.

Da wir als Organisation nicht in der Lage sind, allen 200 betreuten  Familien finanzielle Unterstützung zukommen zu lassen, haben wir uns vorgenommen Patenschaften zwischen deutschen und bedürftigen belarussischen Familien aufzubauen. Wir als Organisation stellen den Kontakt her, fördern die Kommunikation zwischen den Familien und sorgen für die Übergabe der finanziellen Unterstützung an die jeweiligen Familien.

Wir sind mit diesem Projekt im Dezember 2014 erstmals an die Öffentlichkeit gegangen und konnten inzwischen schon einige Patenschaften vermitteln. Wir haben aber noch viel vor und sind auf viele Unterstützer angewiesen.

Falls Du Interesse hast, mit uns gemeinsam eine Familie zu unterstützen, melde Dich bitte bei uns unter einer der im Impressum genannten Nummern.