Fünfter Hilfstransport hat sein Ziel erreicht

Die Arbeit hat sich gelohnt ! Der Transport ist angekommen und die Freigabe durch das Ministerium für humanitäre Hilfe wird derzeit beantragt. Mit einer Verteilung der Hilfsgüter kann in ca. acht Wochen gerechnet werden.

Um diesen Transport zu ermöglichen, mußten viele Helfer viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit leisten, bis der LKW am 14.10.2015 in Salzbergen beladen werden konnte. Nicht nur das Packen der Kartons, sondern auch das Einlagern, Reinigen und Transportieren der Hilfsgüter bis zur Beladung erforderte viele helfende Hände.

Der LKW der Spedition Focko Lüpsen & Sohn war zu 15:00 Uhr bestellt. Bereits ab 10:00 Uhr wurden einige Helfer aktiv und bereiteten die Pflegebetten und Pflegetische auf den Transport vor und verluden diese auf einen 7,5 t LKW des DRK Elbergen, um diese „Just in Time“ am Verladelager anzuliefern.

Die etwa vier Stunden dauernde Beladung erforderte viel geschicktes Packen. Jede Ecke des LKW wurde genutzt, damit keine Luft, sondern Hilfsgüter transportiert werden. Sogar die Profis aus dem Zentrallager der H&R staunten nicht schlecht über die Packweise des Transportes und die komplette Ausnutzung jedes Hohlraums.

Am gleichen Abend wurden die Zollpapiere erstellt und am folgenden Tag machte sich Folkert Lüpsen, Inhaber der Spedition Lüpsen, mit seinem Kollegen Arno Kapels auf den Weg in Richtung Osten. Kleinere Unstimmigkeiten an der Grenze wurden gut durchgestanden und die geplante Ankunft in Gomel für Samstagnachmittag konnte eingehalten werden.

Ebenfalls am Samstag starteten der Vorsitzende des Vereins Thomas Küpker und sein Stellvertreter Johan Schmits in Richtung Gomel. Die Reise ging mit dem Flugzeug von Dortmund nach Vilnius in Litauen und dann am Sonntagmorgen mit dem Zug weiter nach Minsk. Am Bahnhof in Minsk wurden die beiden von unserem Dolmetscher und Fahrer Andrey Puseew mit dem Auto abgeholt und anschließend nach Gomel gebracht.

In Gomel angekommen gab es ein erstes Treffen mit Folkert Lüpsen und Arno Kapels, um den Ablauf des Transportes und der Grenzabfertigung und die Planung des folgenden Tages zu besprechen. Montags ab 9:00 Uhr bereiteten die Mitarbeiter unserer Partnerorganisation „White Dove over Chernobyl“ die Zollpapiere beim Zollhof vor. Gegen 11:00 Uhr erfolgte die Freigabe des LKW’s für die Entladung und gemeinsam ging die Fahrt direkt zum Zolllager.

Gute Organisation und der Einsatz eines Staplers halfen bei der Entladung. Nach etwa zweieinhalb Stunden waren alle Betten, Pflegetische, Rollstühle und Kartons entladen und eingelagert.

Nach alter Tradition gab es nach getaner Arbeit belegte Brote, Gurken und auch ein Gläschen Wodka. Der LKW wurde bis zur Autobahn begleitet und machte sich auf den Rückweg nach Deutschland.

Für unsere Partner in Gomel fängt die Arbeit jetzt erst richtig an. Die Freigabe zur Verteilung des Transportes wird etwa acht Wochen dauern. Das Zählen, Wiegen und Dokumentieren der Hilfsgüter muss in akribischer Kleinarbeit durchgeführt werden. Erste zusätzlich benötigte Dokumente wurden bereits am nächsten Tag erstellt.

Insgesamt konnten 12,8 t Hilfsgüter entladen werden. Darunter 17 gut erhaltene Pflegebetten, 26 Pflegetische und über 30 Rollstühle, Kinderwagen, Gehhilfen und etwa 6,5 t an Kleidung und Textilien.

Über einhundert Privatpakete von Gastfamilien aus der Grafschaft und dem Emsland waren auch auf dem LKW. Diese werden durch unsere Partnerorganisation nach Freigabe der Hilfsgüter an die Empfängerfamilien im Gomeler Gebiet verteilt.

Getreu dem Motto „Nach dem Transport ist vor dem Transport !“ sammeln wir weiter und arbeiten auf den nächsten Transport hin.

Unser Dank gilt den vielen Helfern und Unterstützern, die uns diese Hilfeleistung erst ermöglichen.

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