Tag 2

Tag 2 in Gomel

Ausgeschlafen ging es heute in den Tag. Der Blick aus dem Fenster zeigte irgendetwas zwischen Regen und Schnee. Sieht ungemütlich aus – fühlt sich auch so an! Trotzdem soll es ein schöner Tag werden sagen die Prognosen!

Nach dem Frühstück wurde erstmal telefoniert um alle Dinge übergeben zu können, die man so mitgebracht hat. Einige Treffen in der Woche mussten geplant werden. Um kurz vor zwölf Treffen mit unseren Dolmetschern Jenny und Andrei zum Treffen mit unseren Partnern hier vor Ort, Viktoriya Yakuleva von „White Dove over Chernobyl“ und Liena Fedarchuk, die für uns die gesamte Kommunikation erledigt.

Das erste Treffen mit unseren Partnern haben wir im Restaurant „Provence“ geplant. Dieses liegt direkt am Fluss Sosch, einen Nebenfluss des Dnjepr. Französische Küche mitten in Belarus. An der Stelle muss man mal deutlich betonen, dass sich hier in den letzten Jahren die Restaurantlandschaft und die Vielfalt der Küche sehr gut entwickelt hat! Die gebotene Vielfalt ist inzwischen beeindruckend!

Der verspielt eingerichtete Innenraum des Restaurants in der 1. Etage ist mit echtem Vogelgezwitscher, direktem Blick auf den Fluss und die Möglichkeit draußen zu sitzen eine beeindruckende Kombination, die diesen Ort zu etwas Besonderem macht.

Bei etwa zwei Grad Außentemperatur fiel unsere Entscheidung allerdings zugunsten des Innenraums. Das gute Essen und ein Glas Wein versetzten uns in einen Zustand der uns für den Mittagsschlaf mehr als bereit machte. Leider viel dieser aus.

Inzwischen hatte sich die positive Prognose erfüllt. Die Sonne kam raus und lies es draußen frühlingshaft aussehen. Dies bestätigte sich allerdings nur visuell! Gefühlt war es immer noch genauso kalt wie vorher.

Im anschließenden Meeting im Hotel „Zamkovij“ haben wir alle Dinge besprochen, die in dieser Woche gemacht bzw. geklärt werden müssen. Die Vorbereitung des Hilfstransportes im nächsten Monat, die Besichtigung des Hauses in Tereshkovichi und viele weitere Fragen zu unserem größten Projekt wurden geklärt bzw. diskutiert. Auch Visumfragen, aktueller Stand bei Privatpaketaktionen und der Rückblick auf den vergangenen Transport waren Themen, die in entspannter Atmosphäre im Hotel besprochen wurden.

Gegen 17 Uhr war Feierabend. Viele Informationen waren ausgetauscht und der Kopf qualmte schon etwas. Für einen Sonntag sollte das reichen.

Abends stand noch mal eines unserer Lieblingsrestaurants auf der Agenda. Das „Staraja Wremja“ (Alte Zeiten) ist im sowjetischen Stiel eingerichtet. Alle Bedienungen tragen alte Uniformen bzw. typische historische Kleidung. Die Theke in Form einer Straßenbahn begeistert genauso wie die künstlerischen Einlagen des Personals beim Einschenken von Getränken. Ebenfalls ein wirklich empfehlenswertes Lokal. Wir mögen es sehr.

Ein Treffen mit unserer inzwischen langjährigen Freundin Nastja Schabaltas, einer sehr talentierten Malerin aus Gomel stand auf dem Programm.
Nastja, die in Gomel und Belarus lange nicht mehr unbekannt ist, wurde von einigen Mitreisenden vor einigen Jahren unterstützt, damit sie ihr Kunststudium beenden konnte. Im letzten Jahr hat sie dieses mit Auszeichnung bestanden! Wir sind stolz auf sie und freuen uns mit ihr, dass sie in diesem Jahr bereits mehrere Ausstellungen in Gomel aber auch in der Hauptstadt Minsk durchführen konnte.

Das Ende von Tag zwei wurde gegen 22 Uhr eingeläutet. Es ging mit dem Taxi zurück zum Hotel. Morgen steht ein „Vor-Ort-Termin“ bei unserem Haus in Tereshkovichi auf dem Programm, außerdem der Besuch beim Bürgermeister von Gomel Region. Das ist die zuständige Behörde für unser Bauvorhaben. Wir freuen uns auf einen neuen Tag mit guten Ergebnissen.

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