Hilfe für die Ukraine nimmt Fahrt auf!

Zwei Paletten mit medizinischen Materialien war der Anfang, diese konnten bereits drei Tage nach Beschluss des Vorstandes, die flüchtenden Menschen in der Ukraine mit Hilfslieferungen zu unterstützen, auf einen Transport des Freundeskreises der Ukrainefahrer aus Lingen geladen werden.

V.l.n.r.: Andrei Puzeyeu (Dolmetscher), Thomas Merting (Kassierer), Thomas Küpker (Vorsitzender) © Andreas Buck / BILD

Keine vier Wochen später sieht die Bilanz schon deutlich umfangreicher aus. Insgesamt konnten fünf LKW auf den Weg geschickt werden, alle sind bereits in Lemberg angekommen und wurden schon an die Krankenhäuser und anderen Einrichtungen verteilt. Eine Teilladung an Kleidung (5 t) wurde am 23.03.2022 am Zentrallager H&R geladen. Zwei weitere LKW laden am kommenden Mittwoch.

Neben einen LKW mit medizinischem Material wurden vier LKW mit Desinfektionsmittel auf den Weg gebracht, welches dringend und in großen Mengen vor Ort benötigt wird. Ermöglicht wurde uns das durch eine großzügige Spende von INEOS Hygienics, die diese Ware für die Hilfstransporte zur Verfügung gestellt hat.

Der LKW mit medizinischem Material wurde durch eine großzügige Spende von BILD hilft e.V. „Ein Herz für Kinder“ möglich. Insgesamt konnte so Ware im Wert von etwa 40.000 € auf den LKW geladen werden. Wir bedanken uns ganz herzlich für die tolle und unkomplizierte Unterstützung.

Medizinisches Material in diesen Mengen in so kurzer Zeit zu organisieren war nicht einfach, deshalb gilt unser Dank auch den Verantwortlichen bei Medz Europe in Amersfoort (NL), die als Großhändler für medizinisches Material nicht nur die Beschaffung nach unseren Anforderungen eingeleitet haben, sondern auch erhebliche Mengen Material gespendet haben.

Ein großes Glück in diesen unruhigen Zeiten mit ständig wechselnden Rahmenbedingungen stellt für uns die Rosinen-Initiative der Karlsruher Unternehmer Olga und Wladimir Skripnik dar (www.rosinen-initiative.de). Alle Transporte konnten für uns kostenlos über diese Initiative durchgeführt werden. Außerdem wird der direkte Kontakt zu den Behörden, Organisationen und Krankenhäusern  vor Ort in der Ukraine koordiniert, so dass die Dinge geliefert werden können, die unbedingt gebraucht werden. Diese Transporte kommen – im Gegensatz zu vielen anderen – noch über einen vereinbarten grünen Korridor über die Grenze und müssen nicht bereits an der polnisch/ukrainischen Grenze entladen werden. Die Abstimmung der aktuellen Bedarfe ist die wichtigste Komponente in diesem Zusammenspiel.

© Andreas Buck / BILD

Wie auch bereits bei unseren 15 Hilfstransporten nach Belarus wollen wir keine Hilfsgüter schicken, die nicht vor Ort benötigt werden. Der Unterschied zu diesen Lieferungen, bei denen wir in Belarus mit lange bekannten Partnerorganisationen zusammenarbeiten, übernimmt jetzt die Rosinen-Initiative. Wir sind sehr dankbar für die gute Unterstützung und die tolle Zusammenarbeit.

Weitere zwei Transporte mit Desinfektionsmittel sind bereits für diesen Mittwoch geplant. Auch sind wir aktuell aktiv in der Beschaffung von Grundnahrungsmitteln, da diese im Moment aufgrund der großen Zahl der Flüchtlinge in der Westukraine an oberster Stelle der Prioritätenliste stehen. Nach Klärung der Finanzierung hoffen wir in der nächsten oder übernächsten Woche diesen Transport durchführen zu können.

Parallel zu den Transporten in Richtung Ukraine prüfen wir derzeit, ob ein weiterer Transport in Richtung Belarus noch möglich ist. Wenn dies der Fall sein sollte, wird dieser im April gestartet.

Wir halten Euch weiter auf dem Laufenden.

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